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1999 kam ich ohne ein Wort Deutsch nach Berlin. Ich lernte am EURASIA-Institute Deutsch mit dem Ziel, an einer deutschen Universität zu studieren. Im Flugzeug nach Deutschland war ich sehr aufgeregt, denn es war meine erste lange Reise ins Ausland. Darunter mischte sich auch Angst, denn ich wusste nicht, was mich in Deutschland erwarten würde. Würde es jemanden geben, der mir hilft, mich im Alltagsleben und im Studium zurechtzufinden? Ich dachte sogar daran, nach China zurückzufliegen, wenn ich es nicht schaffen würde. Das war sehr deprimierend.

Mit all diesen Fragen und Sorgen kam ich zum EURASIA-Institute, wo mir die Atmosphäre sogleich zusagte. Gut, das Institut war nicht so groß wie eine Universität, aber ich fühlte mich wie zu Hause. Die Unterrichsräume des Institutes waren mit modernen freundlichen Möbeln ausgestattet. An meinem ersten Tag bei EURASIA wurde ich vom Institutsleiter Herrn Andrew Geddes, einem Engländer, und eine meiner Deutschlehrerinnen, Frau Annette Merker, herzlich begrüßt. Sie waren sehr freundlich zu mir. Ich war überrascht, dass beide in China studiert und gelebt hatten und die chinesische Sprache beherrschten. In der Anfangszeit half uns Herr Geddes bei Visaangelegenheiten, aber auch bei interkulturellen Problemen des Alltags. An alle meine Lehrer bei EURASIA habe ich sehr gute Erinnerungen. Sie waren auf verschiedene Bereiche der deutschen Sprache spezialisiert, wie z.B. Grammatik, Wortschatzvermittlung oder Phonetik.

Unser Deutschkurs hatte 8 Teilnehmer, die meisten, mich eingeschlossen, waren Anfänger mit keinerlei Vorkenntnissen in der deutschen Sprache. Sie können sich sicherlich vorstellen, wie hart es am Anfang für uns war. Deutsch ist eine sehr komplexe und abstrakte Sprache, und nicht selten haben wir den Mut verloren. Aber unsere Lehrer haben uns immer wieder aufgerichtet und uns geholfen, weiter zu lernen und Erfolge zu erzielen. Beim Unterricht hatte ich immer das Gefühl, dass sie unsere Freunde sind. Bei schönem Wetter machten sie mit uns Ausflüge in Berlin und seine Umgebung. Dadurch lernten wir viel über deutsche Kunst, Kultur, Geschichte und Politik.

Wenn ich mir heute die Fotos von den Partys bei EURASIA anschaue, muss ich lachen. Das war schon besonders: Wir kochten gemeinsam, hatten viel Spaß oder redeten mit unseren deutschen Gastfamilien
Es war eine wundervolle Zeit.

Besonders dankbar bin ich dem Institut, dass sie für mich eine sehr nette und offene Gastfamilie gefunden haben. Bei ihnen lebte ich ein Jahr. Sie behandelten mich wie ihre eigene Tochte und unterstützen mich beim Deutsch lernen und Leben in Deutschland. Durch sie fühlte ich mich nicht allein. An jedem Morgen bereiteten sie für mich ein Frühstück vor und gingen oft mit mir zu klassischen Konzerten in die Berliner Philharmonie oder in die Oper. Einmal machten wir zusammen eine Reise nach Polen, wo wir uns viele Museen anschauten. Sie brachten mir die deutsche Kultur und Kunst näher. Ich habe so viele unbeschreiblich schöne Erahrungen mit meiner Gastfamilie gemacht, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann.

 
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